Praxis für Zahnheilkunde

Dr. Christoph Raffelt und Johanna Neff*

Wendelsteinstraße 3, 85591 Vaterstetten, Tel 08106 31415 HAUPTSEITE

Heutzutage gehen mehr Zähne durch Zahnbettkrankheiten als durch Karies verloren. Deshalb erfordert das Zahnbett (Parodont) mindestens die gleiche Aufmerksamkeit wie die Karies. Das Zusammenspiel zwischen Bakterien, Körperabwehr, Mundhygiene und zum Teil auch genetischer Veranlagung entscheiden über den Verlauf dieser chronischen Krankheit.

Patienten selbst merken von ihrer Krankheit meist nichts, denn sie tut nicht weh - allenfalls fällt ein typischer Mundgeruch auf, evtl. Zahnfleischbluten, Zahnwanderungen und später Zahnlockerungen.

Zum Glück gibt es heute zahlreiche Methoden der Behandlung. Alle zielen auf die Reduktion der auslösenden Bakterien und ihrer Verstecke in der Mundhöhle ab. Die Entfernung sämtlicher Beläge, auch tief in den Zahnfleischtaschen und die Glättung überstehender Kronen- oder Füllungsränder sind wichtig für den Erfolg der Behandlung. Im Gegensatz zu früher kann die Behandlung heute schonender und weitgehend schmerzfrei durchgeführt werden.

Der Aufwand der Behandlung lohnt sich in jedem Fall - denn es geht dabei nicht nur um Zähne, ohne die man ja "zur Not" noch leben könnte, sondern man weiß inzwischen, dass dieselben Keime, die eine Zahnbettentzündung unterhalten, dies auch bei Gefäßen tun (Schlaganfall, Herzinfarkt). Auch Zusammenhänge mit Zuckerkrankheit und anderen Krankheiten sind erwiesen.

Da es sich um eine chronische Krankheit handelt, die man zwar stoppen, aber nicht ausheilen kann, ist eine lebenslange Zusammenarbeit zwischen häuslichem und zahnärztlichem Bemühen wichtig für den Erfolg.